Kindertagesstätte / Hort / Tagesheim

Der Begriff KiTa ist hier ein Sammelbegriff für Krippe, Hort, Kinderhaus, Tagesheim, Tagesstätte und ähnliche Institutionen.  Gerade die Begriffe Kintertagesstätte/Hort/Krippe werden nicht eindeutig angewendet, beschreiben aber meist Kinderaltersstufen.

  • Einrichtung, die Kinder zwischen/ ab 3 Monaten bis Ende Schulzeit betreuuen (Details im KiTa Handbuch)
  • regelmässig an mindestens 5 halben Tagen in der Woche geöffnet sind
  • mehr als 5 Plätze anbieten

Die Aufsicht und Bewilligung gestützt auf die eidg. Pflegekinderverordnung Art. 2 und 13 ff untersteht den Kantonen. Die KiTas Richtlinien bieten Hand für eine vernünftige Umsetzung und sind Grundlage für die Bewilligung.

Anforderung an KiTa Betrieb/Leitung, Ausbildung usw. (KiTa Richtlinien)


Bewilligung

Die Erziehung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen ausserhalb des Elternhauses ist in der Verordnung über die Aufnahme von Pflegekindern des Bundes (SR 211.222.338) sowie Art. 316 ZGB geregelt.

Horte und Krippen unterstehen dann der (kant.) Bewilligungspflicht, wenn diese Einrichtungen fünf und mehr Kinder täglich betreuen.

Zuständig für die Bewilligung und die Aufsicht war bis 2012 die Vormundschaftsbehörde am Ort der Unterbringung (der Krippe) > ab 1.1.2013 Kinder- und Erwachsenenschutzstelle Kanton/Region.


Gesetzliches, weiteres

Es versteht sich, dass für den Betrieb einer KiTa alle weiteren, relevanten gesetzlichen Anforderungen erfüllt sein müssen (z.B Brandschutz, Arbeitssicherheit, Unfallsicherheit, Lebensmittelhygiene/Hygienekonzept, Sicherheits/Notfallkonzept, Versicherungen (Betriebshaftpflicht, Gebäude- und Hausrat, Rechtsschutz, Sozialversicherungen) usw.


Hort, KiTa

Bewilligungspflichtig. Aufsicht und Bewilligung unterliegt der kantonal zuständigen Behörde.


Finanzielles

Vielerorts fehlen Krippenplätze.
Finanzhilfe des Bundes: Falls Sie eine neue Krippe oder einen Hort aufbauen oder die Anzahl der Krippenplätze erhöhen, können sie beim Bundesamt für Sozialversicherung um Beiträge ersuchen. Die Kantone (Dep. des Innern, Amt für Soziales, Ausserfamiliäre Kinderbetreuung) bieten Unterstützung.


Versicherungen

siehe KiTa Richtlinien


Bauliches

Ausserhalb der Bauzone (Landwirtschaftzone) sind Bauten für Soziale Betreuungsangebote und Agrotourismus unter bestimmten Voraussetzungen möglich (Umnutzung alte, nicht mehr gebrauchte Gebäude. Beschränkt auch Neubauten bis 100m2. Art. 24b Raumplanungsgesetz)

Eine gründliche Vorabklärung lohnt sich (Anforderung KiTa Verband, Anforderung für Bewilligung, Finanzierung, Anforderung Einrichtung usw).

Auch eine raumplanerische Vorabklärung empfiehlt sich. Die Landw. Beratung kann dabei unterstützen (Raumplanung, Konzept, Kalkulation, Tragbarkeit z.B).

Vielerorts fehlen Krippen/Hortplätze. Für die Errichtung kann beim Bundesamt für Sozialversicherung (Impulsprogramm bis 2015) um Beiträge ersucht werden. Das kantonale Amt f. Soziales (Familienergänzende Kinderbetreuung) bietet Zugang und Unterstützung.


Spielgruppe

Kantonal, oft sogar regional oder komunal sehr unterschiedlich geregelt. In einzelnen Kantonen bis 4 Kinder Meldepflicht (bei Gemeinde), - ab 5 Kindern Bewilligungspflicht (vom Kanton).

Kurse KiTas

Kursangebot

Handbuch KiTa Gründung

wertvolles Hilfsmittel zur KiTa Planung/Gründung (Ordner oder CD):

  • Projektplanung
  • Bedarfsabklärung
  • Trägerschaft
  • Konzepte
  • Reglemente
  • Finanzierung
  • Versicherung
  • Ausstattung und Einrichtung,
  • Bauliches
  • Personal
  • Bewilligung
  • Qualität