Re-Integration

Re-Integration umfasst "Wiedereingliederung" aus verschiedenen Ausgangslagen zurück oder "vorwärts" in den jeweilig gewünschten Kontext.


Re-Integration Suchtkranke

Eine besondere Herausforderung. Nähe und Distanz muss ausgehalten werden, Grenzen gesetzt werden. Der Mitmensch befindet sich auf dem Weg in die Wiedereingliederung in die Gesellschaft und muss vieles für uns Selbstverständliches erst einmal (wieder) lernen.

Ein Alleingang als Betreuungsfamilie, ohne fachliche Unterstützung einer FPO / Familienplatzierungsorganisation empfiehlt sich hier nicht. Hat die Betreuungsfamilie unaufschiebbare Fragen oder kommt sie unvorhergesehen an Grenzen z.B nachts um 22 Uhr, muss auf fachliche Unterstützung und evtl. einen Notfalldienst gezählt werden können, evtl auch um sich selber schützen zu können.


Re-Integration in Arbeitsprozess

Klienten können z.B sein: 

  • Junge Erwachsene, Erwachsene
  • Arbeitslos und ausgesteuert
  • IV-Bezüger, (wieder) auf dem Weg in die Arbeitswelt

Re-Integration (Ex)Straffälliger

Klienten können z.B. sein: 

  • Jugendliche: anstelle von Strafvollzugsmassnahme
  • Integration Junger Erwachsener/Erwachsener zurück in selbstständiges Leben ausserhalb Strafvollzugsanstalt

Re-Integration in den Alltag

Klienten können z.B sein: 

  • Erwachsene nach Klinikaufenthalt, Burnout, Borderline
  • "Schul/Lernmüde" und "Ausbildungsmüde" Junge Erwachsene, Jugendliche wer 

Wer - Wie - Was
  • Jugendliche
  • Junge Erwachsene
  • Erwachsene
  • kurz-, mittel- oder längerfristige Platzierungen
  • eher Ressourcenaufwendig (Zeit, Wissen, Flexibilität)
  • Zusammenarbeit mit FPO (Familienplatzierungsorganisation) empfohlen (klarer Auftrag, Betreuungsziele, Fachliche Unterstützung usw)
  • Verträglichkeit mit Hofangeboten, Familie, Klienten und Gästen auf dem Hof prüfen

Bauliches

Unter bestimmten Voraussetzungen können in Landwirtschaftszonen für Soziale Betreuung Gebäulichkeiten umgenutzt oder/und neu gebaut werden (RPG, SR 700 Raumplanungsgesetz Bund) (Raumplanungsverordnung Bund SR 700.1, RPV)

Gesetzliches

Je nach Klient, Einweisungs- und Platzierungsform.

Kriseninterventionen bei Unmündigen generell - unabhängig von der Dauer -bewilligungspflichtig (Gesetzliche Grundlage, Bund)

Finanzen

Kinder bis Mündigkeit 18J.:

"Verordnete" Platzierungen: Dadurch werden vorhandene "Kostenansätze" plus evtl. Spezialdienstleistungen beigezogen und evtl. Weiterbildung/Erfahrung berücksichtigt. Freischaffenden obliegt es selber, ihr Angebot/Preis durchzusetzen.

Erwachsene (Mündigkeit, ab 18 Jahre):

Unterschiedliche Ausgangslage: 1. Wird Klient von Behörde oder Stelle verordnet platziert oder 2. kommt er "aus freien Stücken" => wesentlicher Unterschied für Finanzierung!

Mehr Info:
siehe auch Erwachsenenschutz, Sozialversicherungen (Ergänzungsleistungen, IV, usw)

Generell:
Platzierungen in ausgebildeten Familien werden meist besser abgegolten

Klienten finden

FPO, Vermittlungsstellen, Kinder- und Erwachsenenschutzstellen, Sozialbehörden